Stellungnahme Bebauungsplan "Häldle/Bachstraße" 2008

Die Fraktion der Grünen Liste hat sich kurz überlegt, ob es der Problematik angemessen wäre, ein Geologiestudium aufzunehmen. Aber allein in Anbetracht der Zeitschiene haben wir uns dagegen entschieden und interpretieren das vorliegende Gutachten so gut es uns möglich ist als Laien.


Der Hang ist schwierig, weil rutschig. Eine klare Aussage über die technische Möglichkeit oder Unmöglichkeit, diesen Hang zu bebauen, haben wir von den angefragten Firmen leider nicht erhalten. Wir sind davon überzeugt, dass dies damit zusammenhängt, dass das Gebiet recht klein ist und somit wenig lukrativ für die Firmen.
Was machen wir nun damit?


Innenverdichtung vor Außenbebauung ist nach wie vor das richtige Thema. Für uns ist die Qualität des Ortes und die Lebensqualität seiner BewohnerInnen von der freien Außenfläche bestimmt.
Aber es werden hohe Kosten erwartet … nun, die könnte ja tragen, wer dies möchte, wem so eine Lage dies wert wäre. Wer dort bereits Flächen hat, könnte entsprechend teuer verkaufen. Die Kosten allein müssten uns nicht schrecken.
Aber der Materialeinsatz. Um die erforderliche Tiefe für die Gründung der Neubauten, Straßen und Kanäle zu erreichen, ist ein erhöhter Materialaufwand nötig. Das ist ökologisch ungünstig. Material – egal welches – muss hergestellt, transportiert und eingebaut werden; später entsorgt. Dabei wird immer Energie verbraucht und werden Schadstoffe frei. Hier mehr als andernorts für den Hausbau nötig. Das ist nicht in unserem Sinne.
Zweites Aber: Das Restrisiko … Es geht um ein nicht auszuschließendes Risiko für die bestehenden Häuser insbesondere oberhalb des Gebietes, also entlang der Lindenstraße. Es wird vermutet, dass Probleme auftauchen würden, weil eine Bebauung dem Hang Feuchtigkeit entzieht und dadurch Setzungsrisse bei den bestehenden Häusern befürchtet werden müssen. Das beträfe auch Kanäle und Straßen. Ein solches Risiko wollen wir nicht tragen.

Wir hätten gern mit der Bebauung dieses Gebietes den Druck auf unsere Außenbereiche verringert. Nun müssen wir die Außenbereiche eben ohne diese Hilfe schützen.
Als erstes Argument sei dazu heute bereits gesagt: Das Gebiet Häldle/Bachstraße ist kein Ersatz für weite, freie, der Natur weitgehend überlassene Flächen. So schön es für die Anlieger dort ist, dass sie mehr Freiraum haben als andere, dass sie Tiere beobachten können. Je mehr nach außen hin bebaut wird, umso weniger können Tiere und Pflanzen das freie Fleckchen Erde dort nutzen.

Die Grüne Liste Fraktion bedauert es, hier ihre Ziele nicht erreichen zu können - auf Grund der geologischen Beurteilung des Hanges. Die Grüne Liste Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag der Verwaltung mit diesem Bedauern zu.

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