Stellungnahme Bebauungsplan "Häldle/Bachstraße" 2007

Dass es Nerven kostet, über ein altes Thema erneut zu diskutieren und dabei einiges über den Haufen zu werfen, können wir wirklich gut verstehen.
Vielleicht tröstet es Sie etwas, wenn ich Ihnen versichere, dass das gründliche Aufarbeiten eines so alten Themas auch Nerven kostet und viel Zeit in Anspruch nimmt.
Aus unserer Sicht sind wir nun ein gutes Stück weiter. Wir haben herausgearbeitet, dass es keineswegs vordringlich um einen Grünzug geht, sondern vielmehr um eine Erschließungsmöglichkeit auf freiwilliger Basis.


Aus den bisherigen Stellungnahmen der anderen Fraktionen ist auch zu lesen, dass die Ausweisung eines geschützten Grünbestandes nach § 33 NatSchG für sie nicht in Frage kommt. Damit ist klar, dass eine weitere Beeinträchtigung des Streuobstbestandes durch die geplante Bebauung – ob nun freiwillig zugefahren oder nicht – auf jeden Fall erfolgt.
Konsequenterweise steht nun die Überplanung des gesamten Gebietes an. Das können wir mittragen, weil es Flora und Fauna in den Außenbereichen schützt.
Natürlich wäre es uns auch lieber, wenn Zufahrten auf freiwilliger Basis durchgesetzt werden könnten. Den Umkehrschluss aber, nur dort wo das nicht geht, Pseudo-Grün auszuweisen, halten wir nicht für praktikabel.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man nie den Interessen aller Einzelner gerecht werden kann. Was wiegt schon schwerer? Das Recht auf Bebauung oder das Recht auf Freihaltung eines Nachbargrundstücks? Oder das Recht darauf, dass neben einem Grundstück keine Straße verläuft?
Aufgabe eines Gemeinderats ist es, auf das große Ganze zu schauen. Von einer Bebauung im Innenbereich und damit Schutz des Außenbereichs haben alle etwas. Nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, die sich in den Außenbereichen noch viel ungestörter ausbreiten kann. Sondern auch der Mensch, der zu Fuß die Natur um den Flecken herum als Naherholungsgebiet erreichen und erleben kann.
Wir erhöhen so die Qualität unserer Ortschaft für alle.

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