-Nachhaltiges und Zukunft beständiges Leben und Wirtschaften-



Die Natur, unsere Mitwelt, das Geflecht der Beziehungen der Lebewesen zueinander und ih-rer Umwelt schließt uns Menschen mit ein, ist einmalige und unwiederbringliche Lebensvor-aussetzung für unser Dasein, unsere Lebensqualität, unser Wohlergehen.

Unser tägliches Leben, wie und wo wir wohnen, arbeiten, uns fortbewegen, Energie verbrau-chen, womit wir uns ernähren und wie wir unsere Freizeit verbringen, ist zunehmend mit Ein-griffen in natürliche Kreisläufe verbunden.

Wir haben nicht das Recht, mit der Natur und Mitwelt nach Belieben zu verfahren.


Wir müssen erkennen, dass der Erhalt des ökologischen Gleichgewichts und der Vielfalt der Gattungen und Arten einen nicht „verhandelbaren“ Selbstwert besitzen, der dem menschli-chen Wirtschaften und Verbrauchen Grenzen setzt. Unser gesamtes Handeln, unser Tun wie auch unser Lassen stehen in der Verantwortung für unser Zeitalter wie auch der nachfolgen-den Generationen. Menschliches Leben und Wirtschaften im Zentrum einer zukunftsbeständi-gen Entwicklung muss die Naturgüter Wasser, Luft und Boden als Voraussetzung für Ge-sundheit und Wohlergehen, die Arten- und Biotopvielfalt, die Energie- und Rohstoffvorräte der Erde für die nachfolgenden Erdbewohner bewahren und nutzbar erhalten.

Lasst uns die Grenzen des Wachstums sehen !


Endloses Wachstum in einem begrenzten, endlichen Natursystem ist nicht möglich. Ökologie war deshalb schon immer mehr als reine Umweltpolitik; sie ist immer auch Gesellschaftspolitik.

Sie bedeutet umfassende Daseinsvorsorge in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht.
Vieles wird mehr durch Tun als durch Lassen zerstört !

Diese Erkenntnis bietet uns die Möglichkeit, die derzeit alles prägende desolate Finanzlage der Gemeinde auch als Chance zu begreifen und uns darauf zu besinnen, welche Maßnahmen der Daseinsvorsorge unseren Grundgedanken gerecht werden.



Es ist viel erreicht worden in den letzten Jahren:


• Wir freuen uns über die für Kinder und Jugendliche geschaffenen Strukturen. Im Jugendbüro sind die verschiedenen Angebote der Jugendarbeit vernetzt (Jugendpflege, Schulsozialarbeit, Angebote der Jugendhilfe, soziale Gruppenarbeit); in den Kinder-gärten wird breit gefächerte Kinderbetreuung angeboten und mit Kernzeitbetreuung und Hort, ermöglicht durch das herausragende Engagement des Fördervereins der Schlossschule, ist der Einstieg in die offene Ganztagesschule geschaffen.

• Wesentliche Fortschritte bei der Gestaltung einer bürgerfreundlichen Verwaltung wurden durch die Einrichtung des Bürgerbüros erzielt.

• Durch die ökologischen Festsetzungen in Bebauungsplänen sind Verbesserungen er-zielt worden zum Ausgleich baubedingter Eingriffe in die Natur.

• Mit Einrichtungen wie Tagespflege, Betreutes Wohnen, Sozialstation und Altenpflegeheim ist gesichert, dass auch die älteren Mitbürger weiterhin gut in Gomaringen leben können.

Trotz aller Sparmaßnahmen und des auch bei uns vorhandenen Sparwillens müssen wir den erreichten Standard erhalten und schützen!
Existenzbedrohende Eingriffe in diese Bereiche darf es nicht geben! Es ist erforderlich, zu-künftig stärker ein grundlegendes Bekenntnis zu den wirklich wichtigen Bereichen der Da-seinsvorsorge abzugeben und insbesondere auf finanzgewaltige und Umwelt unverträgliche Straßenbauprojekte zu verzichten.

Grüne Liste in und für Gomaringen !

• Wir halten den Bau der Regio-Stadtbahn weiterhin für unverzichtbar. Dieses moderne
Verkehrsmittel kombiniert die Vorteile von Bus und Bahn bei geringeren Kosten. Sie
ist der einzige Weg, den Verkehr auf der völlig überlasteten L 384 zu verringern und
die dort wohnenden Menschen deutlich zu entlasten.

• Wir stehen weiter zum Bau der Sporthalle mit Kultursaal. Kurzfristig ist das für Go-maringen notwendige Projekt jedoch nicht realistisch und verantwortbar zu finanzie-ren. Eine abschnittsweise Verwirklichung angepasst an die Finanzkraft der Gemeinde bietet vielleicht eine Lösung.

• Wir behalten trotz der knappen Kassen die Einrichtung eines Ganztageskindergartens im Auge. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben !

• Wir machen uns Gedanken über die Schwierigkeiten älterer Mitbürger und
Mitbürgerinnen, die weite Entfernungen bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit
nur schwer überwinden können. Wir möchten Wege für eine Lösung des
Problems finden.

• Mit der bereits beschlossenen Verwaltungsreform werden den Kommunen neue
Aufgaben zugeschrieben ohne gleichzeitig die Finanzmittel hierfür bereitzustellen.
Allen weiteren Belastungen der Kommune müssen wir uns entgegenstellen und
auch insbesondere darauf achten, dass sozial Benachteiligte mit ihren Bedürfnissen
angemessen berücksichtigt werden.

• Gomaringen zeichnet sich durch herausragendes bürgerschaftliches Engagement aus. Die Arbeit der Vereine ist unverzichtbar und deckt auch kommunale Aufgaben mit ab. Nur dadurch ist auch das breitgefächerte Kulturangebot in Gomaringen möglich. Gerade auch in Zeiten knapper Kassen darf die Wertschätzung dieses Engagements sich nicht nur auf lobende Äußerungen beschränken. Der Entzug materieller Förderung darf nicht zur Existenzgefährdung für einzelne Vereine führen.


Seit dem Jahr 1989 gibt es die Grüne Liste im Gemeinderat.

Viele Gomaringer Bürgerinnen und Bürger haben uns ermutigt und aufgefordert, uns wieder zur Wahl zu stellen. Wir sind jetzt optimistisch und auch bereit, uns weiter in und für Goma-ringen einzusetzen, unseren unmittelbaren Lebensraum mit zu gestalten und dafür Verantwor-tung zu übernehmen.

Wenn wir auch als kleine Fraktion nichts erzwingen konnten, so sehen wir es doch als Nachwirken unserer Arbeit an, dass viele unserer wichtigen politischen Ziele realisiert wurden, als die Zeit dafür reif war.

Daran wollen wir weiter arbeiten !

Wünsche? Anregungen? Vorschläge? Kritik? All das senden Sie bitte per email an