Herrn Bürgermeister Heß
Rathaus

Gomaringen, den 15.01.2015

Antrag zum Haushalt 2015: Beweidung

Haushaltsstelle:
Einzelplan
Bauverwaltung

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Heß,

wir beantragen, einen Betrag in Höhe von 500,00 € einzustellen, damit eine kommunale Fläche zur Nutzung für einen Winterunterstand für Weidetiere (Schafe) zur Verfügung gestellt wird.

Begründung:

Über die Wichtigkeit unserer Streuobstwiesen und das Ziel, sie zu erhalten, sind wir uns alle einig. Gomaringen ist sogar Mitglied im Streuobstparadies inklusive Jahresbeitrag.

Die Bewirtschaftung der Flächen ist dennoch immer wieder Thema, denn die Besitzer altern und finden nur schwer Nachfolger. Insbesondere schwierige Flächen, wie Hänge oder schwer zugängliche Gebüsche, werden daher oft nicht ausreichend gepflegt. Hier stellt die Beweidung eine gute Alternative dar. Dies ist bekannt und wird in Gomaringen auch bereits genutzt.

Sie, Herr Heß, hatten sich in 2014 sogar die Zeit genommen, sich von Schafen beweidete Wiesen zeigen zu lassen. Gemeinsam haben wir uns von der positiven Wirkung der Beweidung überzeugen lassen – auch im Hinblick auf den Hochwasserschutz (die beweideten Flächen können, bearbeitet durch die Tiertritte, mehr Wasser aufnehmen).

Das Problem der Schäfer ist aber immer wieder die Unterbringung der Tiere im Winter. Hier ist ein Unterstand einfach unabdingbar.

Platz im Innenbereich ist dafür i.d.R. nicht vorhanden und im Ort auch selten erwünscht. Im Außenbereich aber haben nicht privilegierte Landwirte – wie Schäfer mit kleineren Herden – keine Chance, eine Genehmigung vom Landratsamt für das Erstellen eines Unterstandes zu bekommen.

Hier sollte unseres Erachtens die Gemeinde tätig werden. Gomaringen möchte seinen Streuobstwiesenbestand erhalten und braucht daher konsequenterweise eine Fläche für einen Winterunterstand (Sondergebiet?). Die Gemeinde sollte sie zumindest anbieten (können).

Wenn dann andere Interessenten – wie zum Beispiel Pferdehalter, die einen sozialen Beitrag in unserer Gemeinde leisten und über entsprechende Unterstützung innerhalb der Gemeinde verfügen – an ihrem angestammten Platz weichen müssen, hätte man auch für diese ein Angebot.

Der Betrag soll die Personalkosten abdecken, die nötig werden für Überlegungen, was in welcher Größe wo Sinn macht, und Gespräche mit dem Landratsamt zwecks Erreichung einer Zustimmung sowie ggf. Vermessungskosten.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Für die Gemeinderatsfraktion der Grünen Liste

Petra Rupp-Wiese
Fraktionsvorsitzende

Sachbearbeitung: Susanne Horn

 

Die mündlich vorgetragene Begründung zu diesem Antrag finden Sie hier.

Anmerkung: nach Diskussion in der Haushaltsberatung hat die Verwaltung zugesagt, im Falle eines konkreten Bedarfs und Antrags, entsprechend zu verfahren. Auf eine förmliche Bescheidung des Antrags wurde deshalb verzichtet.

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